Spontan geplante Touren sind doch die besten, zudem musste ein Ausgleich zur ausgefallenen großen Sommertour her. Meine Premiere im ICE nach Berlin Südkreuz mit Fahrrad verlief auch erfolgreich (ok, bis auf die Halterungen, die sind für Vorderradgabeln mit Lowrider nicht geeignet).

  • Reisezeit: 2 Tage
  • Distanz: etwa 215 km
  • Route: Berlin (Südkreuz) – Potsdam – Kaputh – Beelitz Heilstätten – Bad Belzig – Rädike – Lutherstadt Wittenberg – Bitterfeld-Wolfen – Leipzig

Tag 1 | Berlin (Südkreuz) – Rädigke (103 km)

Ich schlängelte mich raus aus Berlin, genoss in Babelsberg ein zweites Frühstück und setzte in Caputh über zur Wentorf-Insel. Es folgte eine verhängnisvolle, weil sandige, Routenempfehlung von Komoot. Ein paar Flüche später führte mich aalglatter Asphalt aber entspannt nach Beelitz Heilstätten. Mangels eines Restaurants suchte ich einen Supermarkt auf, versorgte mich mit Brötchen, Käse, Wurst, Gemüse und einem hopfigen Getränk und genoss alles zusammen bei Borkheide. Die restlichen Kilometer bis zum Campingplatz Hoher Fläming kurbelten sich, nur unterbrochen von einer Trinkpause in der Springbachmühle, entspannt runter.

Tag 2 | Rädigke – Leipzig (111 km)

Ok, zugegeben der 2. Tag verlief nicht ganz so entspannt wie Tag 1, hatte ich doch schon 103 km vom Vortag in den Beinen. Die ersten Kilometer verhielten sich meine Glieder etwas widerwillig, das legte sich aber schnell. Die wenigen Höhenmeter im hohen Fläming waren teils sehr sandig, sodass ich die Stille der Natur leider mit diversen Flüchen unterbrechen musste. Die vertraute Strecke ab Wittenberg verlief dann aber erwartungsgemäß ohne Höhenmeter und Sand. In Gräfenhainichen versorgte ich mich im Ristorante Castello mit sehr schmackhaften Spaghetti aglio e olio. Vorbei ging es an Bitterfeld und an der Goitzsche  – allerdings nicht ohne eine Eispause. Die letzten 20 Kilometer fühlten sich jedoch zäh an. Zudem ging mir das Wasser aus und ich versorgte mich in Hayna an der Schladitzer Bucht mit kühlem und zuckerhaltigem Nass. Zu Hause angekommen war ich zugegebenermaßen geschlaucht, aber glücklich erschöpft.